LV Sachsen - ''Schleudersachse'' 2018 und ''Fass ohne Boden'' 2018


06.11.2018

''Schleudersachse'' 2018 und ''Fass ohne Boden'' 2018

2018 wird wieder kein Jahr ohne unser Schwarzbuch der öffentlichen Verschwendung. Leider. Der „Schleudersachse“ als Negativpreis des sächsischen Steuerzahlerbundes für den „Verschwendungsmeister 2018“ sowie erstmalig das „Fass ohne Boden“ für den „Wiederholungstäter“ unter den Verschwendern stehen heute zur Vergabe an.

Die Kandidaten wurden in den sächsischen Medien und auf unserer Internetseite unter der Rubrik "Umfrage" der Öffentlichkeit vorgestellt und sind dort weiterhin nachzulesen.

Die Würfel sind gefallen. Die sächsischen Steuerzahler haben abgestimmt und die diesjährigen "Preisträger" gewählt.


"Schleudersachse"
Der „Schleudersachse 2018“ geht nach Dresden.

Für ein Jahr darf sich Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert mit dem zweifelhaften Ehrentitel schmücken.

44,53 Prozent der 2387 Umfrageteilnehmer gaben dem Dresdner Stadtoberhaupt wegen dessen Reisefreudigkeit ihre Stimme.

Auf Platz 2 (16,63 %) folgt Frau Staatsministerin Petra Köpping für eine „gelungene“ Imagekampagne, die den sächsischen Steuerzahler über die bekannten 3.284,50 EUR hinaus insgesamt 16.422 EUR für fünf Anzeigen gekostet haben dürften.

Leichtsinnige und undurchdachte Personalentscheidungen im Kulturbereich „belohnt“ der Steuerzahler mit Platz 3 (13,41 %) für den teuren Semperoperintendanten.

Auf den Rängen 4-6 folgen der Grenzübergang Altenberg (9,43 %), die Bischofsmütze von Meißen (9,34 %) und die Bewirtungsmeister der Staatskanzlei (4,61 %).

 

"Fass ohne Boden"
Das "Fass ohne Boden" hat sich die Landesdirektion Sachsen mit den Stimmen von 53 % der 2.371 Umfrageteilnehmer in dieser Kategorie gesichert.

Für das Mitarbeiterfest zum 5-jährigen Behördenjubiläum wurden Kosten von mindestens 10.742,47 Euro eingeräumt. Der tatsächliche Aufwand dürfte allerdings um einiges höher sein. Allein die Organisation und Erarbeitung von drei Alternativangeboten für das Fest hat Kapazitäten gekostet. Im Angebot waren Wanderungen rund um das Kloster Altzella mit Festveranstaltung im Kloster, eine Schifffahrt auf der Elbe unterhalb der Festung Königstein und einer Feier auf der Festung oder eine Festveranstaltung im Schloss Hubertusburg in Wermsdorf mit Schlossbesichtigung.

Gewonnen hat wohl die "Schifffahrt". Genaueres war von der Landesdirektion nicht zu erfahren.


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